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Stina Spiegelberg

Stina Spiegelberg

Meine Hochzeit

Meine ganz persönliche Hochzeitsgeschichte. Eine Feier zu Zeiten von Corona. Viel Durcheinander, Bewegung und ganz viel Liebe <3

Traumhochzeit mit mega Planung und Brimborium? hm… weit gefehlt. Hier mal ein ehrlicher Bericht wie unsere Hochzeitsfeier mitten zu Zeiten von Corona ablief und ob sie doch noch etwas wurde.

Die Inzidenzen gingen auf und ab. Über die letzten Monate haben wir einen emotionalen Rollercoaster mitgemacht. Die Burg Steinegg war als Location für die Feier gebucht. Schon seit einem Jahr. was wir nicht hatten: Caterina, Deko, und – sind wir doch mal ehrlich – Gäste. Denn jedes Mal, wenn wir die große Einladungswelle verschicken wollten, kamen wieder neue Bestimmungen, nach denen eine Feier völlig unmöglich gewesen wäre. Also hieß es warten, geduldig sein und feste die Daumen drücken, dass dieser Tag nicht ins Wasser fiel und eine Erinnerung für immer sein konnte. 

Samstag sollte die Feier stattfinden. Das Wochenende davor stand plötzlich die große Headline in der Zeitung “Feiern bis 300 Leute erlaubt.” Wir konnten es nicht fassen. Wir hatten uns schon damit abgefunden am Montag alles abzublasen und allen lieben Menschen, die wir schon heiß gemacht hatten auf das gemeinsame Fest endgültig abzusagen. Und dann das.

Eine Woche Zeit die Feier unseres Lebens zu planen. Kinderspiel 🙂

Was braucht es denn so für eine Hochzeitsfeier?

  • Gäste – jaha 😉
  • Location – check
  • Essen – ooops
  • Deko
  • Musik
  • Spaß und gut gelaunte Gastgeber
  • Achso und jaaa das Hochzeitskleid

Das Hochzeitskleid

Für die Braut im Allgemeinen das wahrscheinlich Wichtigste: Das Kleid, richtig. Wir hatten ja schon standesamtlich geheiratet, ein Jahr zuvor, und ich Naivchen dachte ich kann das gleiche Kleid nochmal anziehen, im Notfall. Eine Woche vor Feier war ein Notfall. Also hab ich das Kleid mal ausgekramt und anprobiert. Es hing an mir runter wie ein Waschlappen. Stina, vor 12 Monaten warst Du hoch schwanger. 

Im Weißen Kleid auf der Feier zu erscheinen wollte ich mir nicht nehmen lassen. Also hab ich online erstmal recherchiert wo die schönsten Kleider zu finden sind. 

Das Hochzeitskleid sollte:

  • entweder ein wiederverwendbarer Zweiteiler sein, den ich später nochmal tragen konnte (Top + Rock)
  • oder ein Kleid, das ich ausleihen kann, damit es nicht in meinem Schwank versauert
  • und es musste praktisch sein. Denn ich wollte Tischtennis spielen, schaukeln und auf der Slackline tanzen.

Ich fand die wunderschöne deutsche Manufaktur NONI <3. Die Teile werden mit viel Liebe auf Bestellung gefertigt und in Deutschlang genäht. Und vor allem – sie sind wunderschön!

Diese zwei Teile haben es nicht auf meine Hochzeit geschafft, haben mich aber definitiv in ihren Bann gezogen und das Kleid wäre mein absoluter Traum gewesen, war nur leider zu lang für flache Schuhe auf dem Rasen.

Ich habe mich für diesen Zweiteiler entschieden. Ein Top mit dem wunderschönen Spitzenrock “Liza” in midi Länge. Danke an dieser Stelle an NONI für das Bereitstellen!! Das war das perfekte Outfit für einen wunderschönen Tag <3

DEKO für DEN Tag

Die wunderschöne Deko, die ihr Im Hintergrund seht, war einfach nur Glück!! Online habe ich deko-impressionen für Hochzeitsgestaltungen in Stuttgart gefunden. Silvana macht das alles zusammen mit ihrem Mann, kommt aus Mönsheim, direkt bei uns um die Ecke und die beiden sind einfach so charmant und engagiert. Wirklich eine Herzensempfehlung!!

Deko-Impressionen haben uns mit folgenden Highlights ausgestattet:
Candybar
Fotoecke mit alten Fensterläden (ich habe dann eine Polaroid-Camera hingelegt)
Kupferrahmen als Eingansschild
Sektbar aus Holz
Zinnwannen, Stehtische und Vasen vom feinsten <3
(Werbung, PR-Samples)

Danke an der Stelle auch an den Blumenladen in Heimsheim, der uns mit tausend und einem Windlicht ausgestattet hat!!! Wer mal versucht hat eine Burg zum Leuchten zu bringen – this needs LIGHT 🙂

Die weißen schönen Hussen braucht man übrigens nicht kaufen. Ich habe sie einfach bei Hussenkönig für 4 Tage gemietet. Danach zurückschicken – et voilà.

Veganes Essen

Feiern mit 80 Personen – da bleibt die Frage: Wie macht man das alles vegan? Kann ich euch hier den Caterer meines Vertrauens empfehlen?

Nope, das lief alles ganz anders. Wir wollten so wenig wie möglich Aufwand und auch als Brautpaar den großen Tag in vollen Zügen genießen. Keine 365 Vorbereitungen treffen, Caterings testen und dann schmeckt es doch keinem. Selbermachen kam für mich absolut nicht in Frage. Also haben wir beschlossen uns anstatt von Geschenken. Essen zu wünschen. jeder bringt sein Lieblingsessen mit – vegetarisch.

Unter den Verwandten waren große Fleischliebhaber und da viele noch keine Berührungspunkte mit vegan hatten, haben wir gedacht so für alle am einfachsten und leckersten einen schönen auch kulinarischen Abend zu gestalten. Und es war ganz wunderbar. Mehr Essen als man sich wünschen konnte. Es wurde bewundert, dass jedesmal ein neues Buffet dastand, wenn man sich ihm näherte. Einfach weil so viele unterschiedliche Speisen dabei waren.

2 Tipps zum Mitbringessen:

  • wir haben auf wer-bringt-was.de eine Liste mit leckeren Ideen zusammengestellt, die man mitbringen konnte, und so konnten sich alle eintragen und wir wussten (wenigstens einigermaßen) was mengentechnisch zu erwarten war.
  • Ich habe kleine Aufs Teller für jedes Gericht gedruckt, wo die Gäste eintragen konnten ob es vegetarisch oder vegan ist, damit jeder etwas für sich findet.

DANKE

Ein großes herzliches DANKE geht raus an Sven Cichowicz für die vielen wundervollen Fotos. er hat schon einige meiner Buchcover fotografiert und es ist immer wieder eine große Freude mit ihm zu arbeiten. An diesen speziellen Tag war er als Freund da und hat uns die Erinnerungen für immer festgehalten. DANKE an meine liebe Freundin Marie Dorfschmidt für ihre wunderschönen Aufnahmen des Abends, Geduld und Liebe! Wenn ihr mal nach einer Fotografin sucht – Food oder Mensch – sie ist Expertin mit viel Herz.

Adjustments

Oder: Was ich anders machen würde.

Das war unsere erste Feier im großen Stil. Es war vielleicht etwas naiv keine Kellner:innen einzustellen. Ich kann inzwischen sagen: jede:r Hochzeitsplaner:in ist sein/ihr Geld wert! Denn eine Woche stand ich permanent unter Vollstrom. Tausend Dank an der Stelle an meine Trauzeugin und Schwester, die mich einfach so unfassbar an diesem tag aber auch schon in den Vorbereitungen unterstützt hat. Danke Maren, ich hab Dich so unendlich lieb und bin dir so dankbar!

Und dann das Kleid. Ich hatte wirklich nicht dran geglaubt, dass die Feier stattfinden darf. Auf den letzten Drücker ein Kleid zu organisieren ist nervlich eine Anspannung. Hätte ich für mich nie gedacht, ich habs auch echt locker gesehen, bis der Freitag kam und ich noch nichts passendes hatte 😉 Also lieber vorbereitet sein, damit Frau entspannt in den großen tag gehen kann.

Inspiration

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